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KRITIS · Finanz

SOC-Redesign bei einem internationalen Großkonzern

Neuaufbau des Security Monitorings in einem internationalen Konzern: Datenquellen konsolidiert, Use Cases priorisiert und tägliches Threat Hunting etabliert.

Vom Flickenteppich zur belastbaren Erkennung Getrennte Quellen wurden konsolidiert, auf ein Schema gebracht und in priorisierte Use Cases ueberfuehrt. BEFORE SEPARATE SOURCES, NO SHARED PICTURE ONE SCHEME AFTER PRIORITISED USE CASES dailyTHREAT HUNTING FROM THREAT HUNTING, NOT FROM AN ALERT FINANCE · SECURITY MONITORING REBUILT

Ein internationaler Konzern hatte ein Security Monitoring, das Daten sammelte, aber wenig erkannte. Der Neuaufbau setzte deshalb nicht bei der Plattform an, sondern bei den Quellen und den Use Cases.

Projektrahmen

Ausgangslage und Zuschnitt

Ein Neuaufbau der Erkennung auf der vorhandenen Plattform.

Umfeld

Ein internationaler Konzern mit gewachsener Landschaft, mehreren Standorten und einer erheblichen Zahl angebundener Systeme.

Problem

Das vorhandene Monitoring sammelte Logdaten in großem Umfang, lieferte aber wenige Alarme, denen jemand nachging. Analysten arbeiteten überwiegend reaktiv an Meldungen ohne Kontext.

Ansatz

Datenquellen konsolidieren, Use Cases priorisieren und entwickeln, Threat Hunting als festen Bestandteil etablieren.

Ausgangssituation

Sammeln ist nicht erkennen

Ein SIEM, das alles aufnimmt, erzeugt Kosten und Rauschen. Ohne Normalisierung lassen sich Ereignisse aus verschiedenen Quellen nicht sinnvoll korrelieren und ohne priorisierte Use Cases entscheidet der Zufall, was auffällt.

Die erste Aufgabe bestand deshalb darin, die Quellen zu ordnen: welche gebraucht werden, welche fehlen und welche nur Volumen erzeugen.

Vorgehen

Von den Quellen zur Jagd

In dieser Reihenfolge, weil jeder Schritt die Grundlage des nächsten ist.

1

Quellen konsolidieren

Bestandsaufnahme der angebundenen Systeme, Normalisierung auf ein gemeinsames Schema, Anreicherung mit Asset- und Identitätskontext.

2

Use Cases priorisieren

Nicht alles auf einmal. Priorisiert wurde entlang zweier Fragen: Welche Techniken sind für diese Umgebung realistisch? Was ist mit den vorhandenen Quellen überhaupt erkennbar?

3

Detektion entwickeln und messen

Regeln versioniert, gegen die Abdeckung gemessen und getunt. Was zu viele Fehlalarme erzeugte, wurde geschärft statt abgeschaltet.

4

Threat Hunting etablieren

Tägliche hypothesengetriebene Suche, deren Ergebnisse zurück in die Use Cases fließen. Damit wird aus der Erkennung ein Kreislauf statt eines Zustands.

Ergebnis

Was sich messbar geändert hat

Die Zahl der Meldungen ging zurück, der Anteil der bearbeiteten stieg. Analysten arbeiteten nicht mehr überwiegend an der Abarbeitung von Warnungen, sondern an Hypothesen. Und die Abdeckung ließ sich erstmals beziffern statt behaupten.

Der wichtigste Effekt war organisatorisch: Use-Case-Entwicklung wurde zu einer eigenen, dauerhaften Aufgabe. Ohne sie fällt jedes Monitoring über die Jahre zurück.

Übertragbarkeit

Was Sie daraus mitnehmen können

Ein SIEM-Wechsel löst selten das Problem, das man ihm zuschreibt. In den meisten Fällen liegt die Ursache bei den Quellen und bei fehlender Use-Case-Arbeit und beides bleibt nach einem Plattformwechsel unverändert.

Wer die Abdeckung nicht misst, weiß nicht, was er erkennt. Eine Abbildung der Regeln auf ein Taktik- und Technikmodell ist der einfachste Weg, diese Frage beantwortbar zu machen.

Threat Hunting liefert die Rückkopplung, aus der neue Use Cases entstehen.

Nächster Schritt

Ein ähnliches Vorhaben?

Referenzdetails nennen wir nach Freigabe und im persönlichen Gespräch.