Forschung und Security-Labor
Drei Demonstratoren mit echten Steuerungen: eine Modellstadt, ein Zug und ein Fahrzeug. Dazu ein Labor, in dem Angriffe laufen dürfen.
Angriffe brauchen einen Ort, an dem sie laufen dürfen
In einer Anlage lässt sich nicht ausprobieren, was ein manipuliertes Telegramm auslöst. In einer Simulation lässt es sich zeigen, aber nicht beweisen, weil die Steuerung fehlt, die darauf reagiert.
Deshalb bauen wir Aufbauten mit echter Technik: dieselben Steuerungen, dieselben Feldbusse, dieselben Protokolle. Was dort funktioniert, funktioniert in der Anlage und was dort erkannt wird, lässt sich als Erkennungsregel übernehmen.
Drei Umgebungen
Drei Umgebungen aus der eigenen Forschung, alle mit echter Hardware und echten Protokollen. Auf jeder lassen sich Angriffe fahren, erkennen und üben.
Forschung, Training und Prüfung
In der Forschung entstehen daraus Veröffentlichungen und Werkzeuge. VATT&EK, unsere Taxonomie für Angriffe auf Fahrzeuge und Schienenfahrzeuge, ist an diesen Aufbauten entwickelt und auf Konferenzen vorgestellt worden.
In Trainings arbeiten Teams daran: Angreifende führen vollständige Ketten aus, Verteidigende müssen erkennen und reagieren und in gemeinsamen Formaten sitzen SOC, Leitwarte und Führung an einem Tisch und erleben denselben Vorfall aus drei Rollen.
In Kundenprojekten dienen sie als Ersatzumgebung: Was in der Anlage nicht ausprobiert werden darf, lässt sich hier nachstellen.
Wofür Kunden das Labor buchen
Red- und Blue-Team-Übungen
OT-Angriffe wie Industroyer haben physikalische Folgen. Auf den Miniaturanlagen laufen praxisnahe Szenarien mit echten Protokollen, die Auswirkung ist sichtbar und lässt sich direkt ins SIEM einspeisen. Das Red Team führt vollständige Angriffsketten durch, das Blue Team muss erkennen und reagieren. Teams aus SOC, Leitwarte und Management sehen denselben Angriff an derselben Anlage.
OT-Penetrationstests
Wir entwickeln und prüfen Angriffstechniken an den Plattformen, bevor sie in einer Kundenanlage zum Einsatz kommen. Was wir bei Ihnen ausführen, ist vorher an vergleichbarer Hardware gelaufen.
SOC-Detection-Tests
Ihre Analysten prüfen an den Plattformen, ob ihre Use Cases greifen. Welche Signatur erkennt eine IEC-104-Manipulation? Wie sieht Modbus-Missbrauch im SIEM aus? Wir stellen die Testumgebung mit echten Angriffen.
Schulungen und Trainings
Ihre Teams arbeiten an funktionierender Hardware. Wie sieht ein CAN-Bus-Angriff aus? Was passiert bei einer IEC-104-Injection? Wie reagiert ein Rail-IDS auf eine MVB-Manipulation?
Häufige Fragen zum Labor
Ja. Wir führen durch die Testumgebung in Dortmund und die Aufbauten stehen regelmäßig auf Messen und Konferenzen.
Was Sie erwartet:
- Führung durch die OT-Testumgebung
- Live-Demonstration eines Angriffs auf eine Plattform Ihrer Wahl
- Technische Rückfragen an unsere OT-Security-Prüfer
- Besprechung Ihrer eigenen Use Cases
Ja. Steuerungen, Steuergeräte und Komponenten lassen sich im Labor prüfen, ohne dass eine Anlage stillsteht. Das ist auch der Weg für Hersteller, die einen Nachweis nach IEC 62443 brauchen.
Die Ergebnisse sind begutachtet veröffentlicht, unter anderem auf ACM CSCS und CRITIS und das Projekt FINESSE lief gefördert über dreieinhalb Jahre. Die Aufbauten sind das Werkzeug dafür.
Für drei Gruppen. Betreiber, die eine Krisenübung durchspielen wollen, ohne Produktion zu riskieren. Sicherheitspersonal, das an echter Technik lernen soll. Und Hersteller, die eine Komponente prüfen lassen wollen, bevor sie in eine Anlage geht.
Zertifizierungen und Mitgliedschaften.
Sprechen Sie mit uns.
Ein erstes Gespräch dauert in der Regel 30 Minuten. Wir schauen uns Ihre Ausgangslage an und sagen offen, ob wir der passende Partner sind.